Wie kommt die Notengebung zustande?

Für Schüler oft nicht transparent: Die Notengebung

Die Notengebung ist in NRW im Schulgesetz (§48) geregelt. Die Noten sollen den Lernprozess des Schülers beschreiben und Hinweise zur Förderung liefern. Es ist fraglich, wie aus einer Zahl eine Förderempfehlung gelesen werden kann. Jedoch sollte aufgrund der Zahl abgelesen werden können, ob eine Förderung überhaupt von Nöten ist.

So heißt es im Schulgesetz NRW zu den Abstufungen:

1. sehr gut (1)

Die Note „sehr gut“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen im besonderen Maße entspricht.

2. gut (2)

Die Note „gut“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen voll entspricht.

3. befriedigend (3)

Die Note „befriedigend“ soll erteilt werden, wenn die Leistung im Allgemeinen den Anforderungen entspricht.

4. ausreichend (4)

Die Note „ausreichend“ soll erteilt werden, wenn die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht.

5. mangelhaft (5)

Die Note „mangelhaft“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können.

6. ungenügend (6)

Die Note „ungenügend“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht und selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.

Wie setzt sich die Note zusammen?

Die Notengebung bezieht sich auf die erbrachten Leistungen, also die mündlichen und schriftlichen Leistungen, Vorbereitung und Nachbereitung. Wenn du im Unterricht niemals etwas sagst, muss das zum Beispiel kein „ungenügend“ sein, weil du ja dennoch in Stillarbeitsphasen, bei Hausaufgabenkontrollen, Tests, etc. gut arbeiten kannst. Das macht es aber für den Lehrer schwer, dich „wahrzunehmen“. Deshalb ist deine mündliche Mitarbeit neben den Klassenarbeiten und Tests dein größter Beitrag zur Note.

Es werden alle Beiträge des Halbjahres (etwa 20 Wochen) zusammengezählt und meistens im Verhältnis 50% schriftlich und 50% mündlich gewertet. Deshalb ist es aber auch schwer, sich um eine ganze Note innerhalb von zwei Wochen zu verbessern! 😉

Wenn du eine Leistung nicht erbringst und keine angemessene Entschuldigung liefern kannst, dann ist das „ungenügend“. Das kann auch eine Klassenarbeit oder eine Mappe sein. Auch die nicht fristgerechte Einreichung kann als ungenügende Leistung gewertet werden, obwohl die meisten Lehrer vermutlich ein Auge zudrücken. Möglicherweise hat dein Lehrer auch die Möglichkeit, eine Leistung nachholen zu lassen oder eine andere Prüfung zu stellen.

Arbeitsverweigerung soll ausdrücklich als „ungenügend“ gewertet werden.

Insgesamt kannst du dir natürlich auch Stunden leisten, die ungenügend sind, aber normalerweise musst du mitarbeiten, damit du eine befriedigende Note erreichst.

Haben Lehrer Spielraum?

Eigentlich sind Noten eine rein rechnerische Sache, möchte man meinen. Aber bereits in jeder Stunde kann der Lehrer nur das bewerten, was er sieht und nicht das, was wirklich geschehen ist. Vielleicht hat sich Jacqueline gerade intensiv mit dem Stoff befasst oder sie hat einen Brief an ihre Freundin geschrieben. Wie es beim Lehrer ankommt hängt auch mit dessen Wahrnehmung der Schüler zusammen.

Außerdem können Lehrer aus pädagogischen Gründen eine Note nach oben oder nach unten ändern, wenn zu erwarten ist, dass der Schüler oder die Schülerin ihr zukünftiges Verhalten im Fach positiv verändert.

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