Lerngewohnheiten verändern, Lernbulimie vermeiden!

Prüfung geschrieben und dann? Weiterlernen! Lerngewohnheiten ändern?

In einem anderen Video habe ich ja schon einmal das Gehirn als Muskel bezeichnet und das stimmt. Das Gehirn will unbedingt lernen, denn dazu ist es da. Es kann nicht nicht lernen, aber du kannst mitbestimmen, was es besonders gut lernt. Willst du also die Level einer Karte in einem Spiel oder die Namen aller Bundesligaspieler lernen, dann wird dein Gehirn das machen.

Wenn dein Gehirn jedoch viel Stoff in kurzer Zeit lernen soll, vergisst es auch wieder viel davon. Das ist so als würdest du dich an einem All-You-Can-Eat vollstopfen und hättest danach Bauchschmerzen. Dazu kommen die Klassenarbeiten häufig kurz hintereinander, sodass du ständig Lernstress und anschließend Null-Bock-Phasen hast (das wird auch häufig als „Bulimielernen“ bezeichnet).

Lerngewohnheiten

Möchtest du aber darüber hinaus gut in Prüfungen abschneiden, so überdenke deine Lerngewohnheiten! Du hast für die letzte Prüfung gelernt. Aber wann hast du damit angefangen? Ich habe einen Tag vor der Lernstandserhebung der achten Klasse in Mathematik mehr Klicks auf meine Videos gehabt als sonst in einer Woche. Warum? Weil die Schüler auf einmal gemerkt haben, dass sie nicht alles wussten. Das ist auch okay. Ich war nicht anders. 🙂

Aber ich hätte mir viel Stress und Kummer erspart, wenn ich schon vorher gelernt hätte. Ja, das ist auch einfacher gesagt als getan. Man hat Termine, man möchte auch Freunde und Freizeit haben, aber sind wir mal ehrlich: ist das wirklich so? Habe ich wirklich keine fünf oder zehn Minuten am Tag Zeit, um noch einmal etwas für die Schule zu lernen oder wiederholen? Das sind vielleicht ein paar Runden eines Handyspiels, ein paar YouTube-Videos weniger oder ein paar Minuten, in denen man sonst auf die Nachricht in der WhatsApp-Gruppe wartet.

Übernimm Verantwortung! Es gibt wirklich Tage, an denen man nichts schafft. Aber Fußballspiele oder Trainings, Besuche bei der Verwandtschaft, Arzttermine dauern nicht so lange, dass du nichts für die Schule machen kannst. Und wenn doch, dann musst du eben zwischendrin etwas tun.

Im schlimmsten Fall klappt es mit den Prüfungen nicht gut und du kriegst Prüfungsangst.

Lerngewohnheiten ändern

So wie du jeden Morgen aufstehst, kannst du dir angewöhnen, zu bestimmten Zeiten etwas für die Schule zu erledigen. Dadurch wirst du auch insgesamt mehr vom Unterricht haben. Vokabeln lernen, die letzte Stunde wiederholen, einmal auf die nächste Buchseite blättern und sehen, was wohl in der nächsten Stunde Thema ist oder eben für die nächsten Prüfungen lernen.

Erstelle dir einen Lernplan, in dem du dir die Prüfungen einträgst und verteilst, was du an welchem Tag lernen möchtest. Damit verhinderst du viel Lernstress und kannst das „Bulimielernen“ vermeiden. Du kannst dir auch Belohnungen für Zwischenerfolge eintragen. Lernen soll ja auch dir Spaß machen.

80-20-Regel

Mache dir beim Lernen folgende Regel zunutze: Man kann 80 Prozent des Erfolgs mit 20 Prozent der Arbeit erreichen. Das heißt, dass du mit Lernvideos, dem Lesen von Zusammenfassungen, Überschriften, Abbildungen und dem Querlesen viel Zeit sparen kannst, um ein gutes oder zumindest befriedigendes Ergebnis zu erreichen. Möchtest du mehr, wird der Aufwand immer größer und es ist dir überlassen, wie viel du noch dazu machst.

Ein Beispiel:

Du lernst für eine Englisch-Arbeit. Das Thema ist das Present Perfect. Dazu musst du dir die Form „have/has plus past participle“ merken. Die dritte Form aller unregelmäßigen Verben zu beherrschen kann eine Menge Zeit kosten. Wenn du aber die regelmäßigen Endungen und einige unregelmäßige Verben beherrschst, reicht das auch schon für einige Punkte. Das heißt natürlich nicht, dass du den Rest nicht lernen sollst, aber es ist vielleicht vor einer Prüfung leichter, sich auf das Schaffbare zu konzentrieren.

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