Burnout

Burnout ist ein Schreckgespenst, welches seit einigen Jahren durch die Presse und die Lehrerkollegien geistert und immer wieder gute Lehrerinnen und Lehrer mit sich nimmt. Dabei handelt es sich um eine Form der Depression.

Ich selber wollte nie an den Punkt gelangen und habe mich informiert. Vielleicht habe ich gerade deshalb noch rechtzeitig reagiert als es dann soweit war.

Oliver März (Februar 2016)

Den Burnout zu erkennen ist schwer. Lehrer ist ein anstrengender Beruf in einem herausfordernden Umfeld und Lehrer haben in einem Kollegium viel Zusammenhalt. Dieser Zusammenhalt und das große Verantwortungsbewusstsein der meisten Lehrer sorgt auch dafür, dass Lehrer treu zur Arbeit gehen, am Wochenende und in den Ferien krank sind und auch in die Schule kommen, wenn sie sich nicht gut fühlen, weil sie ja Verantwortung gegenüber den Kollegen und Schülern tragen.

Burnout kommt manchmal in Wellen

Als es mich traf war neu, dass es in Wellen auftreten kann. Man bekämpft den Stress, ist gut gewappnet, kann kompensieren und hat ausreichend lange Phasen der Entspannung. Es gibt gute und schlechte Tage. Mit der Zeit werden die Entspannungsphasen kürzer, der Körper muss mehr Kraft aufbringen und ist ausgelaugter. Der Energiepegel sinkt. Dazu kommt eine Verschiebung der Tage, an denen es gut läuft und es werden weniger, aber sie sind da. Deshalb redet man sich auch ein, dass es ja nicht so schlimm ist. Jedoch ist diese Abwärtsspirale leider für viele Lehrer der Beginn eines Burnout.

Natürlich gibt es auch die Variante, bei der die Lehrkraft einfach immer weiter ankämpft und irgendwann nicht mehr kann. Sie ist tatsächlich wie ein Lagerfeuer ausgebrannt und besitzt keinen Brennstoff mehr.

Ausgleich schaffen

Machen Sie Sport, suchen oder behalten Sie sich ein Hobby, suchen Sie Dinge, die Ihnen gut tun und achten Sie auf den Energiepegel. Pflegen Sie Freundschaften und finden neue Freunde. Diese Dinge, die Ihnen gut tun, laden Ihre Batterie wieder auf. Wenn jedoch diese Ausgleiche zu mühsam werden, gilt folgende Regel:

Rechtzeitig bremsen

Lehrer sind oft zu pflichtbewusst. Sie werden krank und spielen es herunter. Sie wollen die Kollegen nicht belasten und meistens geht es ja auch. Bis es eben nicht mehr geht. Je früher Sie bremsen und einen Gang zurückschalten, umso früher sind Sie wieder fit und Ihre Kollegen müssen einen Ausfall von drei Tagen und nicht drei Monaten kompensieren. Zwar kann bei einem langen Ausfall eine Vertretung gesucht werden. Diese zu finden dauert Zeit und diese muss sich auch erst einarbeiten.

 

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