Alternativlosigkeit für Deutschland?!

Am 24. September waren Bundestagswahlen und drei Viertel der Stimmberechtigten haben gewählt. Von denen haben 12,6 Prozent die AfD gewählt. In Sachsen sogar 27 Prozent. Die Politiker der SPD und CDU/CSU haben nichts gelernt und machen die Wähler dafür verantwortlich, denn nichts anderes ist der Rechtsruck, der dem Volk unterstellt wird. Ich mag die AfD ebenso wenig andere Parteien, die mit Trotz-Haltung Mandate erhaschen und dann gemäßigt werden. Es ist traurig, dass deren Spitzenkandidaten sich durch ständiges Fischen am Rechten Ufer Stimmen erschleichen.

Und immer noch hat die Politik nichts gelernt. Die Parteien sprechen in meinen Augen die Westdeutschen an und vernachlässigen seit beinahe drei Jahrzehnten die Ostdeutschen. Ganz weit vorn hier ist Sachsen. Niedrigste Einkommen, höchste Arbeitslosigkeiten, das Schreckgespenst Asylbewerber, der mehr Geld als der Arbeiter oder Arbeitslose bekommt und dann noch nicht mal im Nirgendwo leben muss. Hier ist die Bühne für Stammtischparolen und Überfremdung. Das Volk ist den Politikern entfremdet und sie verstehen es nicht. Ich habe hier auch kein Patentrezept, aber ich fühle mich an meinen Job erinnert, wo ich oft alleine 25 Individuen (inklusive vier Inklusionskindern) den gleichen Stoff beibringen soll, damit sie am Ende der Schullaufbahn eine zentrale Prüfung schreiben können. So ähnlich ist es wohl auch bei einer Bundestagswahl. Alle Politiker rackern sich ab, damit die Bevölkerung versteht, warum gerade sie gewählt werden sollen und am Ende zeigt sich, wer es verstanden hat und auch wo mehr Förderung notwendig gewesen wäre.

Die meisten Parteien bedienen nicht den rechten Flügel, auch wenn manche Unionspolitiker dies wohl am liebsten würden. So löst man aber nicht das Problem. Auch nicht durch das Festhalten an alten Gesichern wie Nahles, Gabriel oder Seehofer, wenngleich ich sagen muss, dass Sigmar Gabriel einen cleveren Schachzug gemacht hat, Martin Schulz den Vortritt zu lassen und als Außenminister zu punkten. Er wusste, wie es um seine Partei bestellt war und konnte nun besonnen und weniger kämpferisch in Sachen Nord-Korea punkten. Es würde aber nichts ändern, wenn er sich nun wieder als Spitzenkandidat empfehlen würde.

Wahlplakat der Partei

Ich denke, dass die Wähler ins Boot geholt werden wollen, aber keiner weiß, wie das geht, denn die Parteien haben zu wenig Profil, sprechen zu wenige Menschen an und sie hören nicht auf die Menschen. Stattdessen werden die Wähler entmündigt, wenn sie Randgruppen- oder Spaßparteien wählen. Bestes Beispiel ist für mich „Die Partei“. Mit Satire und provokativen Sprüchen gelingen ihr vielerorts Erfolge einfahren konnten, die ernstgenommen werden müssen.

Aber das haben die etablierten Parteien nicht verstanden und werden es offenbar so schnell auch nicht verstehen. Vielleicht gehe ich noch einmal in die Politik, wenn ich es geschafft habe, 25 Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichsten Lernvoraussetzungen, Lernbiographien, Elternhäusern, Charaktern in einer Stunde mit 25 differenzierten Materialien zum Lernziel gebracht zu haben und das 28 Stunden pro Woche über 40 Wochen wiederholt habe.

 

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